Zur Startseite

Die Fachschaft Deutsch am Melanchthon-Gymnasium

Wir sind dazu geboren, uns im Gespräch einander mitzuteilen.
Philipp Melanchthon, (1497 - 1560), deutscher Humanist und Reformer

Unsere Sprache ist nicht nur Schlüssel zur Bildung, sondern, wie der Namensgeber unserer Schule es hier zum Ausdruck bringt, auch der Schlüssel zur Menschlichkeit.
Diesen Schlüssel möchten wir, die Fachschaft Deutsch am Melanchthon-Gymnasium, in acht Jahren mit unseren Schülerinnen und Schülern schmieden, schleifen und polieren. Wir wünschen uns, dass sie mit diesem Schlüssel alle wichtigen Türen in ihrem Leben öffnen können - zu beruflichem Erfolg, zu privatem Glück, zu mehr Verständigung und Verständnis für Mitmenschen und andere Kulturen. 

ZENTRALE AUFGABEN DES FACHES DEUTSCH

Der Deutschunterricht leistet einen wesentlichen Beitrag zur sprachlichen, literarischen und medialen Bildung der Schülerinnen und Schüler. Er macht sie vertraut mit Sprache und Literatur als Mittel der Welterfassung und Wirklichkeitsvermittlung, der zwischenmenschlichen Verständigung, der Analyse und Reflexion, aber auch der Problemlösung und kreativen Gestaltung. (Bildungsplan Deutsch Gymnasium)

Sprachkompetenz bedeutet also Handlungskompetenz, oder wie Konfuzius es ausdrückt:

Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Künste. Darum achte man darauf, dass die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem.
Konfuzius (551-479 v.Chr.), chin. Philosoph

KOMPETENZERWERB IM FACH DEUTSCH

Die folgenden Kompetenzen möchten wir im Untericht vermitteln:

Sprachkompetenz

… befähigt zu bewusstem und differenziertem Sprachgebrauch, Voraussetzung für einen selbstständigen, normgerechten und kreativen Umgang mit Sprache. Dies trägt zur Sozial- und Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler bei.

Kulturelle Kompetenz

… ist die Einsicht, dass gelungene Verständigung in der Gesellschaft auch das Bemühen um Verständnis für fremde Sprach- und Denkmuster in einer durch Vielfalt geprägten Gesellschaft voraussetzt.

Ganzheitliche Persönlichkeitsbildung

… ist das Herz des Deutschunterrichts. Die Beschäftigung mit Texten und Medien erweitert die Wahrnehmungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Sie entwickeln die Fähigkeit zur Empathie, bilden Erkenntniskategorien aus und erweitern ihr Wissen. Sie entfalten ihre Fantasie und lernen Probleme kreativ zu lösen.

Methodenkompetenz

…stellt heute einen Teil der Persönlichkeitsbildung dar. Methoden sind nämlich nicht Selbstzweck, sondern befähigen die Schülerinnen und Schüler, im Wechsel von Erprobung und Reflexion eigenverantwortlich an ihrem Lernprozess mitzuwirken.

Kommunikative Kompetenz

… heißt nicht nur "schwätzen können"! Viel wichtiger ist oft: bewusst und konzentriert zuhören. Wir möchten die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, Kommunikationssituationen zu analysieren, zu durchschauen, zu reflektieren und angemessen zu reagieren. Damit bildet sich ein sicheres Urteilsvermögen aus.
Über die Jahre feilen wir am Gebrauch eines differenzierten Wortschatzes und damit auch am Ausbau der Gesprächs- und Argumentationskompetenz.

Schreibkompetenz

… umfasst das Kennenlernen verschiedener Schreibformen und ihrer unterschiedlichen Funktionen. Die Schülerinnen und Schüler üben sich in deren Anwendung, und natürlich steht auch das kreative Schreiben auf unserem Programm, denn es fördert ganz besonders die sprachliche Sensibilität und das ästhetische Ausdrucksvermögen.

Lesekompetenz

… entsteht automatisch, wenn wir es schaffen, Lesefreude und Leseinteresse zu wecken und zu fördern; dies ist folglich eines unserer höchsten Ziele.
Indem sich die Schülerinnen und Schüler mit Texten auseinander setzen, machen sie Erfahrungen mit der Vielseitigkeit unseres kulturellen Lebens. Möglichkeiten der Textverarbeitung, die Verstehensprozesse zum Beispiel durch Visualisierung und Strukturierung transparent machen, werden im Unterricht eingeübt.
Literarische Texte ermöglichen Begegnungen mit Grundmustern menschlicher Erfahrung und eröffnen Zugänge zu verschiedenen Weltsichten. Beim Lesen setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit menschlichem Fühlen, Denken und Handeln auseinander und lernen eigene Auffassungen zu überdenken.

Medienkompetenz

… eröffnet den Schülern erweiterte Möglichkeiten des Wahrnehmens, Verstehens und Gestaltens. Sie entwickeln ihre Fähigkeiten, an einem wesentlichen Bereich des modernen Lebens eigenständig und reflektiert teilzunehmen und die Angebote der Medien sachgerecht und sinnvoll zu nutzen.

Sprachreflexion

… ist wohl besser bekannt als Sprach- und Grammatikunterricht. Diesen sehen wir nicht als abstraktes Pflichtprogramm, sondern er soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, über die eigene Sprache reflektiert zu verfügen, sich normgerecht auszudrücken und mit Sprachnormen zunehmend kritisch und nicht selten spielerisch umzugehen. Mithilfe ihres Sprachwissens verbessern sie ihre Sprachkompetenz.

J. Lentze