Kairo-Austausch 2013

Samstagabend, 23 Uhr am Hauptbahnhof Karlsruhe. Aufregung. Und nun standen sie da, 8 ägyptische  Schüler aus den Klassenstufen 6 bis 9. Sie würden nun zwei Wochen in deutschen Familien bleiben und den normalen Alltag der Schüler miterleben. Dies war „Die Begegnung“, die Christopher Krätzschmar, Lehrer des Melanchthon-Gymnasiums in Bretten, und Herr Engelhorn, Lehrer der DEO (Deutsch Evangelische Oberschule) in Kairo, organisiert hatten.

Die ganzen zwei Wochen wurden spannend, denn die ägyptischen Schüler erlebten nicht nur die deutsche Kultur „hautnah“ mit, sondern auch die Familien erfuhren viel von der anderen Kultur, die uns doch oft ein wenig weit weg erscheint. Es wurde von den heimischen Gebräuchen und dem alltäglichem Leben erzählt, man sah Fotos an und fühlte sich auch ein bisschen „weiter weg “ als sonst. 

In diesen zwei Wochen erlebten die Schüler den ganz normalen Alltag der deutschen Schüler. Sie gingen jeden Tag zur Schule, in diesem Fall in das Melanchthon-Gymnasium Bretten, und beteiligten sich am Unterricht. Auch zu den anderen Aktivitäten wie zum Beispiel dem Sport am Nachmittag begleiteten sie uns. Durch die sehr guten Deutschkenntnisse der ägyptischen Schüler konnten wir uns sehr gut unterhalten und erfuhren viel von dem anderen Leben irgendwo da im Süden. Somit fühlte es sich an, als ob man sich schon ewig kennen würde und es entstanden wunderbare Freundschaften. 

Die ganze Gruppe, also die ägyptischen Schüler und ihre jeweiligen Partner, besuchte an einem Dienstag das Mercedes Benz Museum in Stuttgart. Danach wurde die restliche Zeit mit Bummeln und Shoppen in der Stadt verbracht, wobei wir viel Spaß hatten. Der Ausflug machte nicht nur Spaß und war interessant; dieser Ausflug zusammen mit Herrn Krätzschmar und Frau Gerweck trug dazu bei, dass man auch die anderen Austauschschüler kennen lernen konnte. Somit konnte man sich gleich zu Beginn der zwei Wochen einen Überblick verschaffen, wer denn eigentlich alles dabei war. Denn bei der Ankunft in Karlsruhe ging das durch die Aufregung völlig unter, was aber auch nicht wirklich schlimm war. 

Leider gingen die zwei Wochen viel zu schnell vorbei und es fühlte sich eher nach ein paar Tagen als zwei Wochen an. Denn nach diesen zwei Wochen waren die Schüler ein Teil der Familie geworden und man wollte sich gar nicht mehr trennen. Aber leider blieb keine andere Wahl. Der Abschied nahte. Den letzten Abend verbrachten wir alle gemeinsam im Brettener Freibad und grillten dort gemeinsam. Dies machte Frau Gerweck freundlicherweise möglich. An diesem letzten Abend hatten wir nochmals sehr viel Spaß und es wurde schon der Besuch der Deutschen in Kairo geplant. Der Abschied am nächsten Abend am Hbf. in Karlsruhe war schön, auch wenn man meist nur traurige Gesichter sah. Jedoch versprach man sich immer in Kontakt zu bleiben und sich bald besuchen zu gehen. 

Durch diese „Begegnung“ entstanden besondere Freundschaften und einige Einblick in eine andere Kultur. Diese zwei Wochen waren sehr schön, auch wenn wir manchmal mit kleinen Problemen kämpfen mussten. Danke an Herrn Krätzschmar und die Kollegen in Kairo, die diese Begegnung möglich machten.

Saskia Nijman 9a