Unser Leitbild: Tradition und Zukunft im Dialog

Das Melanchthon-Gymnasium Bretten ist ein allgemeinbildendes Gymnasium.

Allgemeinbildung verstehen wir ausdrücklich im Sinne des großen Humanisten Philipp Melanchthon als einen ständigen und auf die Selbstbildung eines jeden Menschen zielenden Prozess. Dabei wollen wir unsere Schülerinnen und Schüler so weit begleiten, dass sie „physisch, sittlich und intellektuell der Freiheit und Selbsttätigkeit überlassen werden können“ (Wilhelm von Humboldt).

Unser schulisches Zusammenleben soll geprägt sein von gegenseitigem Respekt, vertrauensvollem Umgang miteinander und der Bereitschaft zum offenen Gespräch. Wir, Schüler, Eltern und Lehrer, sind uns der Verantwortung für eine funktionierende Schulgemeinschaft bewusst.

Philipp Melanchthon, der Namenspatron unserer Schule, ist durch sein Leben und Wirken dabei Vor- und Leitbild. Das Menschenbild des Melanchthon-Gymnasiums Bretten orientiert sich an den Leitgedanken Melanchthons: gegenseitige Wertschätzung, Rücksichtnahme, Toleranz.

Wie für ihn bedeutet für uns Bildung auch, uns kritisch mit religiösen, ethischen, weltanschaulichen und politischen Fragen zu beschäftigen und unsere Schülerinnen und Schüler zum interreligiösen und interkulturellen Dialog zu befähigen. Dabei erwächst die Bereitschaft, die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln und soziale sowie personale Verantwortung für eine lebenswerte Gesellschaft zu übernehmen.

Eltern und Lehrer arbeiten für das Wohl und die Weiterentwicklung der Kinder vertrauensvoll zusammen. Der gemeinsame Erziehungsauftrag ist die Grundlage für deren schulischen Erfolg. Dabei ist die Elternmitwirkung unverzichtbares Recht und Verpflichtung.

Nach dem Prinzip der Erziehungspartnerschaft ergänzen sich elterliche und schulische Verantwortung. Die gegenseitige Abstimmung der innerschulischen Abläufe lässt eine hilfreiche Transparenz entstehen. Darüber hinaus treffen Lehrer und Eltern bereits bei Schuleintritt Vereinbarungen über die jeweiligen Interessen und Erwartungen.

Entsprechend der im Leitbild formulierten Grundsätze sollen folgende vier Kompetenzen ausgebildet werden:

Die Stärkung der personalen Kompetenz im unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Bereich wirkt auf die Entwicklung eines angemessenen Selbstwertgefühles der Kinder und Jugendlichen hin und prägt damit ein den Gedanken der Verantwortung und Toleranz verpflichtetes Menschenbild.

Die in den Bildungsplänen und Standards definierten kognitiven und methodischen Kompetenzen, die im Fächerkanon und im Methodencurriculum der Schule umgesetzt werden, bilden das Fundament der intellektuellen Förderung. Sie sind Voraussetzung für die Bereitschaft zu lebenslangem und selbstständigem Lernen. Sie befähigen zum Dialog und zur Teilnahme am wirtschaftlichen sowie zur Teilhabe am kulturellen Leben.

Die soziale Kompetenz wird über die unterrichtlichen Thematisierungen in allen Fächern und über das Vorbild der Eltern und Lehrer hinaus durch die vielfältigen Angebote des Schullebens entwickelt.

Mit der so definierten Umsetzung der den Bildungsplänen zugrunde gelegten Kompetenzen soll die Kluft zwischen Natur- und Geisteswissenschaften in allen Bereichen überwunden und in der Ausbildung eines den Anforderungen unserer Zeit gewachsenen Menschen aufgehoben werden.