David Telge, Preisträger des Landeswettbewerbs Mathematik, im Interview

Zunächst räumen wir im Interview mit einigen Vorurteilen auf: David ist alles Andere als eine Inselbegabung. Er erweist sich als offener, sympathischer und humorvoller junger Mann mit vielfachen Interessen. David ist begeisterter Skifahrer, spielt Tischtennis im Verein und ist Mitglied des Sinfonieorchesters am MGB. Seine herausragenden Leistungen im Fach Mathematik und eben auch im Landeswettbewerb basieren auf drei Faktoren: Erstens ist da die Begeisterung für die Ästhetik der Mathematik. David schätzt die Klarheit dieser Wissenschaft und hat Vergnügen an eleganten Lösungen für komplexe Probleme. Zweitens braucht es Durchhaltevermögen. Auch für die zweite Runde des Wettbewerbs, für die er sich durch die Auszeichnung in der ersten Runde qualifizierte, investierte er mindestens vier Stunden. Dabei war ihm das Arbeiten in kürzeren Phasen wichtig, um immer wieder neu an die ihm gestellten Aufgaben heranzugehen. Distanz zur Materie verschafft also durchaus auch einen gewissen Überblick und eröffnet neue Möglichkeiten. Drittens sind da Begabung und die tägliche Praxis. Man könnte argumentieren, es sei keine Kunst als Sohn zweier Mathematiker in diesem Fach erfolgreich zu sein und sicherlich ist eine erbliche Vorbelastung nicht ganz auszuschließen. Dennoch ist es eine andere Sache, dieses Potential auch auszuschöpfen. Davon profitieren dann mitunter auch die Mitschüler und Mitschülerinnen im Alltag, wenn David sich in Arbeitsphasen einbringt und Impulse gibt. Für Daniel hoffen wir, dass im nächsten Schuljahr wieder der Mathe-Plus-Kurs zustande kommt, in dem die Mathe-Cracks am MGB richtig gefordert werden. Auf dem Foto zu sehen: David Telge bei der Übergabe der Urkunde durch Schulleiterin Elke Bender und Mathematiklehrer Mathias Pfeffer.